Entsorgung und Recycling von Photovoltaik Modulen

zurück   20. Dezember 2019   Allgemein
Entsorgung und Recycling von Photovoltaik Modulen

Sie sind inzwischen kaum mehr aus unserem Leben wegzudenken: die blauen Solarmodule. Solaranlagen schmücken längst nicht mehr nur die Haus- und Firmendächer. Auch entlang der Autobahnen und auf anderen großen Freiflächen erstrecken sich Solaranlagen Parks, die dabei helfen sollen, die Energiewende mit erneuerbaren Energien zu stemmen. Das Thema Solar ist in aller Munde und Solarmodule nahezu überall zu sehen. Kurz gesagt, Photovoltaik gehört für uns schon längst nicht mehr zum ungewohnten Anblick. Im Gegenteil, der Strom, der aus der Photovoltaik-Anlage fließt, wird sehr geschätzt. Solarstrom ist grün, schützt das Klima, die Umwelt und spart auf Dauer viel Geld. Mehr noch, durch eine eigene Anlage und damit durch die Produktion des eigenen Stroms, wird das Stromnetz entlastet. Und steigenden Strompreisen kann so entspannt entgegen gelächelt werden.

Die größte Freude bereiten PV-Anlagen allerdings dann, wenn sie sich nach ca. 12 Jahren amortisiert haben. Also die Erträge aus der Solarenergie, die Kosten der Investition und Betriebskosten decken. Der Strom wird weiter fleißig durch die Sonne produziert, während die Kosten vollständig gedeckt sind. Doch wo viel Sonne ist, da ist auch Schatten. Trotz des enormen Fortschritts der Hersteller bei der Entwicklung von Solarmodulen kommt auch irgendwann die Zeit, in der es darum geht, bestehende Photovoltaik-Module zu entsorgen und zu recyceln. Natürlich ist das erst nach ca. 30 bis 35 Jahren der Fall. Nichtsdestrotz darf auch diese Tatsache nicht unter den Tisch fallen.

Kaum einer denkt bei der Installation einer Photovoltaikanlage bereits an die Entsorgung. Schließlich funkelt das Glas der neuen Module auf dem Dach und in Zukunft wird „grüne“ Energie mit blauen Solarmodulen produziert. Warum sich also jetzt schon mit dem Entsorge und dem Recycling der alten Solarmodule befassen? Sollte bei Ihnen doch die Frage nach dem Photovoltaik-Recycling aufkommen, finden Sie hier die Antwort.

 

Wie entsorgt man Solarmodule?

Solaranlagen zählen seit der neuen Richtlinie WEEE 2012/19/EU (engl. Waste of Electrical and Electronic Equipment) und der darauffolgenden Einführung des Elektrogesetzes (ElektroG) im Jahr 2016, nun zur Kategorie Elektroschrott. Das macht es für Verbraucher einfach. Die Hersteller – und dazu zählen in diesem Fall Fabrikanten, Importeure, Onlineshops, wie auch Wiederverkäufer – sind demnach zur Rücknahme und Entsorgung alter Solarmodule verpflichtet. Um diesen Pflichten nachzugehen, wurde von der europäischen Solarindustrie das Dienstleistungsunternehmen PV Cycle, zur Sammlung und zum Recycling von Modulen aus Photovoltaik-Anlagen gegründet.

Private Verbraucher haben die Möglichkeit eine haushaltsübliche Menge von ca. 20 ausgedienten PV-Modulen ganz einfach kostenfrei an öffentlichen Wertstoffhöfen abzugeben. Doch wie sieht es bei Unternehmen aus, die deutlich mehr als 20 Solarmodule installiert haben? Wohin mit einer größeren Menge von alten Modulen? Wer demontiert Altmodule, deren Lebensdauer überschritten wurde?

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Unternehmer selbst aufs Dach begeben und Photovoltaik Module selbst abbauen ist natürlich äußerst gering. Das müssen Sie natürlich bei uns auch nicht. Nach dem Nutzungsende der installierten Solarzellen demontieren wir von UPSUN selbstverständlich die PV Altmodule und führen diese dem Recyclingkreislauf zu. Dabei achten wir nicht nur darauf, dass Dächer und/oder Freiflächen wieder in ihren Ausgangszustand gebracht werden. Zusätzlich tragen wir auch aktiv Sorge dafür, dass nach der Entsorgung der Solarzellen der Recyclingprozess für die defekten Module angestoßen wird.

 

Wie werden Solarzellen recycelt?

Sind die Anlagen entsorgt, beginnt das Recycling-Programm. Zunächst wird eine Prüfung der Module hinsichtlich Risse oder anderer Schäden durchgeführt. Anschließend werden die Module in ihre einzelnen Zellen zerlegt. Hier werden die enthaltenen Materialien wie das Glas und der Rahmen aus Aluminium, sowie vorhandene Kabel, abgenommen. Siliziumbasierte Photovoltaik-Module – rd. 90% aller Solarzellen werden aus Silizium hergestellt – enthalten, wie der Name bereits sagt, Silizium. Doch natürlich nicht nur. Zudem können aus den ausgedienten Solarmodulen weitere wertvollen Werkstoffe, deren Menge weltweit stark begrenzt ist, zurückgewonnen werden. Darunter Selen, Tellur, Gallium, Indium und der wohl bekannteste Werkstoff: Kupfer. Dieses stark begrenzte Material muss dabei besonders vorsichtig behandelt werden, um es anschließend für neue Photovoltaik Module verarbeiten zu können. So wird durch das Recycling-Programm erreicht, dass durch die verwerteten Altmodule, Rohstoffe für neue Solar Module zurückgewonnen werden können und keine Ressourcen verschwendet werden.

Mit der Installation von Photovoltaik hat sich also ebenfalls eine neue Branche entwickelt, die sich mit dem recyceln von wieder zu verwertenden Altmodulen beschäftigt. An der Weiterentwicklung vom bisherigen Recyclingprozess von Solarmodulen wird stetig gearbeitet und geforscht. Neue Verfahren werden entwickelt, um die Prozesse bei der Wiederverwertung von Photovoltaikanlagen zu verbessern. Kosten für Hersteller und Solar Unternehmen sollen künftig besser eingespart und der Prozentsatz des wiederverwendbaren Materials weiter erhöht und damit Abfall verringert werden.

 

Kann ich guten Gewissens Photovoltaik nutzen?

Sie brauchen keinerlei Bedenken zu haben. Die Ersparnisse, die Sie durch die Nutzung von Solarenergie verzeichnen können, werden Sie nicht wieder durch hohe Entsorgungskosten der ausgedienten Module verlieren. Denn um den Rückbau und das Recycling alter Photovoltaikmodule kümmern wir uns, zusammen mit unseren Partnern.

 

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